Snowboarder springt über Rampe
Wintersport
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Mit uns macht Wintersport so richtig Spaß!

Wärmende und atmungsaktive Winterbekleidung sowie belastbare und schützende Sportausrüstung gibt es nur dank Innovationen der Chemie – wie etwa Mikrofasern, Verbundwerkstoffen und Hightech-Kunststoffen.

EiskunstläuferinEiskunstläuferinEiskunstläuferin

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Ins Rutschen geraten

Seit Jahrhunderten wagen sich Menschen zum Vergnügen ...aufs Eis. Heute vertrauen sie dabei vermutlich eher auf die Ingenieurskunst des Carl von Linde als Lidwina von Schiedam, der Schutzheiligen der Schlittschuhläufer. Denn ihm verdanken Eisläufer die erste funktionierende Kunsteisbahn Europas. Eine 530 qm große, künstlich erzeugte Eisfläche lud 1882 anlässlich einer Industrieschau in Frankfurt zum fröhlichen Gleiten auf kristallklarem, spiegelglattem Eis ein. Als Kältemittel diente Ammoniak. Flüssiges Ammoniak entzieht beim Verdampfen seiner Umgebung sehr viel Wärme, sodass das Wasser, das die bodennahen Kühlschleifen umgibt, zu einer Eisfläche gefriert. Diese Kühltechnologie setzte sich zunächst in Brauereien und Schlachthäusern durch, erst in den 1930er-Jahren boomten Kunsteisbahnen wieder. Bis heute wird Ammoniak zur großindustriellen Kühlung verwendet.

Skirennfahrer bei der AbfahrtSkirennfahrer bei der AbfahrtSkirennfahrer bei der Abfahrt

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Die Ski-(R)Evolution

Die Idee, Ski aus schichtverleimten Lagen statt einfachen ...Ahorn-, Buche- oder Kiefernlatten zu bauen, stammt aus den 1890er-Jahren. Viel Wachs und Teer brauchte es aber, um die nur mit wasserlöslichen Klebern verbundenen Konstruktionen zu schützen. Nach kurzen Intermezzi von anschraubbaren Stahlkanten und Metallski gingen die Kunststoffe in den 1960er-Jahren als bis heute amtierende Sieger aus dem Materialrennen hervor. Im Sandwichverfahren werden sie um einen federnden Holz- oder Polyurethanschaumkern aufgepresst und mit Schmelzklebstoffen oder duroplastischen Klebstoffen verbunden. Die Ski-Oberfläche besteht oft aus schlagfestem Kunststoff. Seine Unterseite wird mit glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) beschichtet, die besonders gut gleiten. So gut, dass Karl Schranz bei der GFK-Premiere 1962 gleich zwei WM-Titel gewann.

Kind auf Schlitten im SchneeKind auf Schlitten im SchneeKind auf Schlitten im Schnee

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Komfortables Dampfventil

Ultrafeine Mikrofasern sorgen auch bei Minusgraden ...für bestes Klima – auf der eigenen Haut. Bevor es sie gab, bedeutete das Spielen und Sporttreiben bei Regen und Schnee oft, dass man doppelt nass war. Von außen, weil die Kleidung sich mit Nässe, von innen, weil sie sich mit Schweiß vollsog. Heute erhöhen feinst gesponnene Chemiefasern aus Polyamid (PA) oder Polyester (PES) den Tragekomfort deutlich. Sie sind extrem dünn und leicht, wiegen teilweise nur 1 Gramm bei 10 km Länge und können zu winddichten und wasserabweisenden Geweben verwoben werden, ohne ihre Atmungsaktivität zu verlieren. Dadurch halten sie warm und trocken, lassen aber zugleich den Schweiß nach außen entweichen. So machen sie Winterbekleidung zur gern getragenen Komfortzone am Körper.

Snowboarder beim SprungSnowboarder beim SprungSnowboarder beim Sprung

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Vielschichtige Spaßbringer

Ein simples Brett ist es sicherlich nicht, das die ...oft artistisch anmutenden Snowboarder unter ihren Füßen haben. Eher eine in Form gebrachte Komposition unterschiedlichster Werkstoffe im Verbund. Das Board selbst wird um einen Holz- oder Kunststoffkern aufgebaut. Vor allem mit Glasfaser, Carbon oder Aramid verstärkte Kunststoffe sorgen in mehreren Schichten für Stabilität, Dämpfung und präzise Fahrt. Ins gewünschte Rutschen kommt das Brett durch einen möglichst glatten und gleitfähigen Belag („Base“) auf der Unterseite, der auf Polyethylen basiert. Beigemischtes Graphit unterbindet die elektrische Aufladung und somit das Anziehen bremsender Schmutzpartikel. Und die können im Wettkampf über „Go Big“ oder „Go Home“ entscheiden.

Moderner SkihelmModerner SkihelmModerner Skihelm

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Der Helm als zweite Haut

Was redensartlich eine gewisse Halsstarrigkeit meint, ...gilt auch beim Kauf eines Skihelms: „Jeder hat seinen eigenen Kopf.“ Genau das machte es bis vor kurzem schwierig, den optimalen Helm zu finden. Ein neuartiges Anpassungssystem im Helm-Innern aus einem Kunststoff, aus dem auch Spielfiguren von Weltruhm oder „Tinte“ für 3D-Drucker hergestellt werden, schafft seit 2016 Abhilfe. Im Hightech-Helm umschließen elastische Kunststoff-Lamellen den Kopf passgenau und ziehen sich beim Aufsetzen automatisch zusammen. Das verbessert auch die Belüftung. Das Sicherheitsniveau und der Tragekomfort sind gleichermaßen hoch. „Sitzt wie angegossen“, lautet nun die wohl passende Redensart.

Sport

Klimaanlage am Körper

Wie funktioniert es eigentlich, dass ein Stoff regendicht, ...aber zugleich atmungsaktiv ist? Zwei Verfahren bietet die Chemie hierzu: PTFE (Polytetrafluorethylen) ist ein luftiges, mikroporöses Material mit etwa 1,4 Mrd. Öffnungen pro Quadratzentimeter. Von außen kommende Wassertropfen sind 20.000-mal zu groß, um diese Schicht zu passieren. Hingegen können Wasserdampfmoleküle (also Schweiß) den Stoff nach außen verlassen. Alternativ kommen Stoffe zum Einsatz, die wasserabweisendes Polyester und Polyether, der Feuchtigkeit transportiert, kombinieren. Bei dieser Technik werden Wasserdampfmoleküle aus dem Schweiß wie über einen Docht von innen nach außen geleitet. Beide Materialien sind sehr leicht, hauchdünn (0,01 bis 0,02 mm) und werden auf das Trägermaterial – meist Gewebe, Maschenware oder Fleece – laminiert.

Läuferin - Funktionskleidung aus ChemiefaserLäuferin - Funktionskleidung aus ChemiefaserLäuferin - Funktionskleidung aus Chemiefaser

Sport

Sport bei jedem Wetter

Je nach Jahreszeit muss unsere Sportkleidung unterschiedliche ...Ansprüche erfüllen. Der Sportler soll gegen Wind und Wetter geschützt sein, ohne in seinen Bewegungen eingeschränkt zu werden. Elastan, eine Chemiefaser aus Polyurethan oder Polyethylenglykol, macht dies möglich. Sie ist bis zu ihrem 7-Fachen dehnbar. Elastan ist aus steifen und elastischen Abschnitten aufgebaut, so dass die Textilien anschließend wieder in ihre Ursprungsform zurückspringen. Zudem nimmt es nur geringe Mengen an Feuchtigkeit (also Schweiß) auf. Chemiefasern in der Kleidung schützen erhitzte Sportlern somit gegen jegliche Witterung und vor Unterkühlung.

Wanderer - Chemiefaser in OutdoorbekleidungWanderer - Chemiefaser in OutdoorbekleidungWanderer - Chemiefaser in Outdoorbekleidung

Urlaub

Luftig-leichter Wetterschutz

Chemiefasern trocknen schnell, sind leicht und knitterarm. ...Und sie haben einen weiteren Vorteil: Während Baumwolle Feuchtigkeit aufsaugt, sind hochfeine Mikrofasern, die meistens aus Polyamid oder Polyester bestehen, wasserabweisend. Eine einzelne Faser ist dabei so dünn, dass sie bei 10 km Länge weniger als 1 Gramm wiegt! Zu einem engmaschigen Gewebe verwoben, weisen sie Wassertropfen oder Schnee ab, lassen jedoch kleinere Wasserdampfmoleküle hindurch – Körperfeuchtigkeit kann nach außen entweichen. Das Gewebe ist atmungsaktiv und somit bestens für schweißtreibenden Sport oder den rauen Outdoor-Einsatz geeignet.

Musikhören beim LaufenMusikhören beim LaufenMusikhören beim Laufen

Freizeit & Sport

Klein, aber fit!

Fitness Tracker, kleine, oft wie Armbanduhren getragene ...Messgeräte, geben Sportlern Aufschluss über ihre Fitness: Schrittzahl, Kalorienverbrauch, Pulsschlag, sogar unseren Schlaf erfassen die smarten Geräte mittlerweile. Durch die Analyse der gesammelten Daten mittels Smartphone oder Computer lassen sich die eigenen Trainingsleistungen dokumentieren und verbessern. Und die Tracker selbst werden immer kleiner und leistungsfähiger. Möglich wird das durch immer neue Materialien aus der Chemie, die die Miniaturisierung der Mess- und Rechenelektronik auf Handgelenksgröße erlauben.

Kunststoff SonnenbrilleKunststoff SonnenbrilleKunststoff Sonnenbrille

Freizeit & Sport

Scharfe Sicht bei Sonnenlicht

Die Sonne macht gute Laune. Trifft ihr Licht jedoch ...auf Wasser- oder Schneeflächen, blendet es und die Augen ermüden schneller. Denn während Sonnenlicht diffus in alle Richtungen strahlt, dringen die von hellen Flächen zurückgeworfenen Lichtstrahlen von unten, also in senkrechter Richtung, ins Auge. Sonnenbrillen mit Polarisationsfilter eliminieren diese vertikalen, blendenden Lichtanteile. Eine Spezialfolie auf den Gläsern filtert mit engmaschigen Kristallketten störende Lichtanteile heraus.

Frau mit OrtheseFrau mit OrtheseFrau mit Orthese

Gesundheit

Heilsamer Zusammenhalt

Was heilen soll, muss mobil bleiben. Dieser Grundsatz ...trifft auf viele Unfall- oder Sportverletzungen zu. Darum werden die betroffenen Gliedmaßen immer seltener gegipst. In vielen Fällen entlasten Orthesen die betroffene Körperpartie, indem sie diese stabilisieren, Bewegung unterstützen, Fehlstellungen vorbeugen und die Heilung ermöglichen. Oft lassen sich Orthesen durch ihre Einstellmöglichkeiten an den Heilungsprozess anpassen, für bestimmte Anlässe (z. B. beim Duschen) können sie kurzfristig abgenommen werden. Möglich wurden diese orthopädietechnischen Konstruktionen durch thermoplastische Kunststoffe wie etwa Polypropylen und Polyethylen. Sie lassen sich gut verarbeiten, sind äußerst formstabil und leicht zu reinigen. Zudem sind sie hautverträglich und beständig gegen Schweiß und Kosmetika.

Koffer aus dem Kunststoff PolycarbonatKoffer aus dem Kunststoff PolycarbonatKoffer aus dem Kunststoff Polycarbonat

Urlaub

Leicht zu tragen, hart im Nehmen

Die schönste Zeit des Jahres ist für ihn die härteste. ...Ihr Koffer erlebt während Ihres Urlaubs enge Schränke, kalte Frachträume sowie Stürze, Rempler und kilometerlange Förderbänder. Als treuer Begleiter trotzt er diesen Strapazen mit harter Schale. Und das Reisen macht er Ihnen auch noch so leicht wie möglich. Das funktioniert dank des 1953 in Deutschland entwickelten Kunststoffs Polycarbonat (PC): Dieser ist äußerst stabil, stoßfest und extrem hitze- und kältebeständig – also das ideale Material für Gepäck, das überall auf der Welt zu Hause sein soll. Im Vergleich zu anderen Kunststoffen und zu Aluminium ist er ein echtes Leichtgewicht – und kann so manchen Euro für Übergepäck sparen.

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