Forschen für ein gutes Leben

Wir alle möchten gesund und beschwerdefrei älter werden. Wie kann uns die pharmazeutische Industrie dabei unterstützen? Wie sicher sind eigentlich Medikamente – und unsere Versorgung damit? Wie kommt die Forschung bei der Bekämpfung von Krankheiten und der Entwicklung von Therapien und Medikamenten voran? Welche Rolle spielt der Patentschutz für den erfolgreichen Kampf gegen Krankheiten? Und wie viel ist uns die Gesundheit in Deutschland eigentlich wert?

Auf viele solcher Fragen gibt es eindeutige Antworten. Zu einigen aber auch unterschiedliche Meinungen. Mit dieser Website wollen wir Interessierte informieren und zu einem konstruktiven Dialog rund um die Gesundheitswirtschaft beitragen.

Corona als erfolgreiche Bewährungsprobe

In der Corona-Pandemie ist erst jüngst deutlich geworden, wie wichtig eine leistungsfähige pharmazeutische Industrie ist: Um das neuartige Virus einzudämmen und seine Symptome zu bekämpfen, arbeiteten die Unternehmen mit Hochdruck an neuen Impfstoffen, therapeutischen Medikamenten und Therapien. Sie haben sich dabei – gerade auch in Deutschland – als verantwortungsbewusster Partner in Forschung, Produktion und Logistik bewährt.

Dieser Erfolg ist für die pharmazeutische Industrie ein wesentlicher Ansporn. Denn die Herausforderungen an die Branche, auch abseits des Coronavirus, bleiben immens. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich von den Pharmaunternehmen, dass sie mehr Geld in die Forschung nach wirksamen Medikamenten und erfolgreichen Therapieformen investieren. Dabei sollen auch Krankheiten angegangen werden, die in der westlichen Welt kaum eine Rolle spielen, aber in anderen, oft ärmeren Teilen der Erde noch immer grassieren.

Die Branche investiert über 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das ist mehr als jeder andere Industriezweig (z. B. der Automobil- und Maschinenbau) in Deutschland. Das macht die Pharmaindustrie zur innovationsfreudigsten aller Branchen. Sie ist permanent auf der Suche nach neuen Medikamenten gegen die unterschiedlichsten Krankheiten und Symptome.

Ihre Meinung: Ist die pharmazeutische Industrie während der Corona-Pandemie für Deutschland wichtiger geworden?

Industrielle Pharma-Forschung stärkt die Gesundheit

Derart hohe Investitionsvolumina machen Erfolgsgeschichten erst möglich. Eine davon ist der Kampf gegen Hepatitis C. Noch vor etwa 25 Jahren lag die Heilungsquote der chronischen Lebererkrankung bei nur fünf bis sieben Prozent. Viele der Patientinnen und Patienten entwickelten eine Leberzirrhose oder Leberkrebs. Dank neuer Medikamente, die seit 2014 verfügbar sind, können weit mehr als 95 Prozent der Betroffenen geheilt werden – und das mit recht geringen Nebenwirkungen. Auch in der Krebsforschung gibt es deutliche Fortschritte. In vielen Fällen führen Tumore nicht mehr automatisch zum Tod, sondern können heutzutage gut behandelt werden.

Der medizinische Fortschritt drängt Krankheiten zurück beziehungsweise mildert deren Symptome. Er zählt somit zu den bedeutendsten Faktoren für ein längeres und gesünderes Leben. Befeuert wird er auch immer durch die Erfolge der pharmazeutischen Industrie.

Pharma-Fakt

Mrd. Euro investierte die deutsche Pharmabranche 2020 in Forschung & Entwicklung. 

Quelle: Stifterverband für die deutsche Wissenschaft

Mit Siegeswillen und Respekt ans Ziel

Erfolge in der Pharmazie motivieren ungemein, denn sie kommen Menschen in Form von neuen Medikamenten und Therapien unmittelbar zugute. Der ungebremste Forscherdrang und der Innovationsgeist der Branche paaren sich jedoch mit viel Respekt vor der Aufgabe. Denn es gibt nach wie vor viel zu tun in der Medizin: Krebs, Infektions- und Entzündungskrankheiten, „Klassiker“ wie Malaria sowie neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer stellen die Pharma-Forscherinnen und -Forscher vor große Herausforderungen.

Pharma-Fakt

Jahre höher als zur Jahrtausendwende liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland heute.
2000: Männer 74,8, Frauen 80,8 Jahre
2020: Männer 78,9, Frauen 83,6 Jahre

Quelle: Statista

One Health: Gesundheit größer denken

Mens sana in corpore sano, ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Diese Erkenntnis ist Jahrtausende alt. Heute reduzieren wir sie auf den Spruch „ohne Gesundheit ist alles nichts“. Klingt ziemlich egoistisch.

Aufgrund unseres fortentwickelten Wissens und unendlicher Kommunikationsmöglichkeiten sehen wir den Menschen jedoch nicht mehr als Solitär, sondern als vernetztes Wesen. Und erkennen vielmehr den komplexen Zusammenhang zwischen der Gesundheit des Menschen, dem Wohl der Tiere, der Vielfalt der Pflanzen mit ihrer gemeinsamen Umwelt. Es geht um einen One-Health-Ansatz – oder salopp formuliert: Nur wenn es Erde, Tieren und Pflanzen gut geht, dann geht es auch den Menschen gut.

Wir können nicht wie die Astronauten durch das Fenster der Weltraumkapsel unseren Blauen Planeten bestaunen und seine Schutzbedürftigkeit fühlen. Aber wir können uns durch einen stetigen Wissensgewinn als Menschen und Unternehmen verantwortlich für unseren Planeten fühlen.

Dieser Verantwortung stellt sich die chemisch-pharmazeutische Industrie. Mehr denn je ist die Branche ein Vorreiter bei dieser Entwicklung. Sie versucht, den Antworten auf die Frage näherzukommen, was diese Welt als Ganzes gesünder macht. Das tut sie gemeinsam mit der Wissenschaft sowie Ministerien und Behörden weltweit, denn One Health ist ein internationales und interdisziplinäres Konzept.

Sehen Sie in einem kurzen Video, was den One-Health-Gedanken konkret ausmacht. Am Beispiel des Unternehmens Boehringer Ingelheim wird anschaulich, wie die Chemie- und Pharmabranche das Konzept in der Praxis umsetzt.  

Weiterführende Informationen zu One Health gibt es beim Bundesverband für Tiergesundheit und beim
Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

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