Ist mein Essen sicher?

Täglich sorgen Landwirtinnen und Landwirte dafür, dass unsere Kühlschränke und die Speisekarten der Restaurants reichhaltig gefüllt sind. Die Chemie unterstützt sie dabei, gesunde Lebensmittel in ausreichender Menge zu produzieren. Im Fokus stehen dabei auch der Klimaschutz und der Erhalt der Biodiversität.

Die Corona-Pandemie hat Deutschland eine Menge abverlangt. In einem Punkt hat sie aber Mut gemacht. Am Beispiel der Medizin hat sie deutlich gemacht, dass Wissenschaft und Forschung in der Lage sind, auch auf äußerst drängende Herausforderungen wirksame Antworten zu geben.

Doch inwiefern gilt das auch für andere Bereiche, etwa für die Landwirtschaft? Die Aufgaben, vor denen sie steht, sind nicht unbedingt kleiner: Wie steht es in Zukunft um unser Essen – gerade vor dem Hintergrund, dass Nutzpflanzen nicht nur Lebensmittel sind, sondern als CO2-neutrale Energieträger auch in der Ökostromerzeugung verwendet werden? Wie begegnen wir dem Klimawandel und dem Verlust an Biodiversität?
 

Präzisionslandwirtschaft für mehr Nachhaltigkeit

Grundlegende Antworten auf diese Herausforderungen wird die moderne Landwirtschaft beisteuern. Die chemische Industrie unterstützt sie dabei mit kontinuierlich verbesserten Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Kombiniert man diese mit digitalen Agrartechnologien, entsteht eine Landwirtschaft 4.0, die negative Auswirkungen auf die Umwelt auf ein unvermeidbares Minimum reduziert. Denn längst ist bekannt, dass viel nicht immer viel hilft. Schon heute nutzen Landwirtinnen und Landwirte Hilfsmittel aus der Chemie nach dem Grundsatz, stets die richtige Menge des richtigen Produkts auszubringen. In Zukunft werden sie dabei noch präziser und punktgenauer arbeiten können, um den individuellen Anforderungen auf ihren Feldern gerecht zu werden. Hinzu kommen innovative Züchtungsverfahren für Saatgut, das ertragreichere und robustere Nutzpflanzen hervorbringt.

Mit dieser Präzisionslandwirtschaft (auch „Smart Farming“) können Landwirte noch umfassender dafür sorgen, dass weiterhin genügend gesunde Nahrungsmittel erzeugt werden – unser Essen also in doppelter Hinsicht sicher ist.

Flächen optimal nutzen, um Artenvielfalt zu erhalten

Trotz vielfältiger Bemühungen und der Schaffung von Ausgleichsflächen schreitet auch in Deutschland der Rückgang der Biodiversität voran. Die Gründe dafür sind allerdings vielfältig. Als eine Mitverursacherin übernimmt die Landwirtschaft Verantwortung und arbeitet bereits auf mehreren Ebenen an Lösungen zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt.

Ein zentraler Ansatz lautet in diesem Zusammenhang, die für die Produktion unserer Lebensmittel genutzte Fläche bestmöglich zu bewirtschaften. Je produktiver wir auf den vorhandenen Flächen arbeiten, desto mehr Platz bleibt, um die biologische Vielfalt an anderer Stelle zu fördern und zu erhalten. 

Hinweis: Demnächst wird diese Seite um das Thema Viehwirtschaft ergänzt.

Landwirtschaft

Punktgenauer Pflanzenschutz

Die Digitalisierung ermöglicht es Landwirtinnen und Landwirten, Pflanzenschutzmittel mittels GPS-Daten, Drohnen und neuester Applikationstechnik noch genauer auszubringen. So gelangen die Mittel nur dorthin, wo sie auch wirken sollen. 

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Zielgerichtet züchten

Seit Pflanzen angebaut werden, versucht der Mensch, ihre besten Eigenschaften durch Zucht zu fördern. Heute stehen dafür besonders vielversprechende Methoden zur Verfügung.

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Artenvielfalt stärken

Mehr Platz für die Biodiversität: Blühstreifen am Feldrand sehen nicht nur gut aus, sie gefallen auch Insekten, die hier Nahrung und Lebensraum finden. Gemeinsam mit der Chemie stärken Landwirtinnen und Landwirte die Artenvielfalt auf ihren Flächen.

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