Forschen für eine Rückkehr zum Alltag

Unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut. Das rückt das neuartige Coronavirus mit Nachdruck in unser Bewusstsein. Mit ihren Produkten hilft die chemisch-pharmazeutische Industrie den Menschen, sich vor SARS-CoV-2 zu schützen und die Pandemie einzudämmen.

Weltweit setzen die Menschen ihre Hoffnung auf Impfstoffe und Medikamente gegen Corona, damit sie und ihre Familien gesund bleiben und wieder ihren Alltag leben können.

Doch noch hält der Kampf gegen Corona Gesellschaft und Wirtschaft weiter im Atem. Aber Licht im Tunnel ist sichtbar: Mittlerweile sind erste hochwirksame Impfstoffe gegen das neuartige Virus verfügbar. Eine große Gemeinschaftsarbeit, an der viele beteiligt waren: Unternehmen, Arzneimittelbehörden, Ethik-Kommissionen und Kliniken sowie die weltweit mehr als 300.000 Freiwilligen in den klinischen Studien.

Mit der Zulassung der Impfstoffe in der EU wurde ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet. Große Hoffnungen ruhen auf dem Erfolg der laufenden Impfkampagne. Dafür setzt die Branche alles daran, genügend Vakzine zu produzieren. Mit Hochdruck arbeitet die chemisch-pharmazeutische Industrie auch daran, die Impfstoffe an die Virusmutationen anzupassen. Ebenso wie an lebensrettenden Medikamenten gegen die durch das Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit Covid-19 (Corona Virus Disease 2019).

Hilfe für das Gesundheitssystem

Auch das Gesundheitssystem steht nach wie vor vor nicht gekannten Herausforderungen. Ärzte, Pflegekräfte und Apotheker kämpfen seit über einem Jahr gegen das hoch ansteckende Virus. Mit Arzneien, Diagnostika, Desinfektionsmitteln und auch mit Schutzkleidung zur eigenen Sicherheit. Und damit der Erfolg der Impfkampagne jetzt nicht an einem Mangel an Zubehör scheitert, hat der VCI auf Bitten von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine neue Notfallplattform Corona aufgebaut.

Als Ad-hoc-Maßnahmen spendeten viele chemisch-pharmazeutische Unternehmen Kontingente von Desinfektionsmitteln, Masken und Schutzausrüstungen und fuhren deren Produktion hoch. Doch das war nur ein erster Sprint im Kampf gegen das Coronavirus.

Auf dieser Website erfahren Sie mehr über die mittel- und langfristigen Anstrengungen der Branche in Vorsorge, Diagnose und Therapie. Denn die Pharmazie ist der Wegbereiter zurück in den Alltag.

Mein herzlicher Dank gilt allen Unternehmen, die sich aktiv beteiligt und die Produktion flexibel umgestellt haben. Es ist gut zu wissen, dass wir uns auch und gerade in Krisenzeiten auf die deutsche Wirtschaft verlassen können.
Jens Spahn
Bundesminister für Gesundheit

Frühjahr 2020: Die Branche reagiert ad hoc

Mit Ausbruch der Corona-Krise hat die chemisch-pharmazeutische Industrie reagiert – mit tatkräftiger Unterstützung und zahlreichen Sach- und Geldspenden. Ein Signal der Solidarität, das auf der Erkenntnis beruht, dass man gemeinsam und durchaus auch unbürokratisch besser durch die Pandemie kommt. Das illustrieren die folgenden Beispiele, die keinesfalls vollständig sind.

  • Kurzfristig Kapazitäten schaffen

    Ein Pharmaunternehmen bot seinen weltweit 51.000 Beschäftigten eine voll bezahlte Freistellung von bis zu zehn Tagen an, um externe Organisationen im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen. Bei einem Mitbewerber engagierten sich mehr als 260 Wissenschaftler freiwillig in diagnostischen Testeinrichtungen, unter anderem in Belgien, Spanien, Großbritannien. 140 Mitarbeiter einer weiteren Firma wurden speziell geschult und führen auf freiwilliger Basis täglich bis zu 1.000 Tests durch.

    Beispiele, die Schule machten: Mittlerweile engagieren sich Angestellte etlicher Pharma- und Chemiefirmen mit ihrem Wissen dort ehrenamtlich, wo Hilfe zur Pandemieabwehr benötigt wird – ob in internationalen Projekten oder bei den lokalen Institutionen vor Ort.

  • Desinfektionsmittel

    Zu Beginn der Corona-Krise stieg die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln sprunghaft um das Dreifache. Das führte zu einem akuten Versorgungsengpass in Deutschland. In dieser außergewöhnlichen Situation hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) die Versorgung mit Desinfektionsmitteln organisiert und kurzfristig (unterstützt von der Boston Consulting Group (BCG) und BCG Digital Ventures) die Internetplattform „Notfalldesinfektion“ ins Leben gerufen. Auf diesem digitalen Marktplatz kooperierten rund 450 Akteure – vom Rohstoffhersteller, Formulierer über Logistiker und Umfüller bis hin zu den Endverbrauchern der Gesundheitseinrichtungen.

    Das Ergebnis: Zusätzlich zum normalen Ausstoß hat die Branche über 10 Millionen Liter Desinfektionsmittel (entspricht ca. 300 Tanklastwagen) an medizinische und soziale Einrichtungen in Deutschland geliefert. Auch weil teilweise die Produktion umgestellt wurde, konnten mehr als 1.000 Krankenhäuser, mehrere zehntausend Arztpraxen und eine große Zahl von Pflegeheimen über den digitalen Marktplatz von den VCI-Mitgliedsunternehmen versorgt werden. Auch unabhängig von der Plattform spendeten Hersteller von Desinfektionsmitteln spontan und wiederholt. In Einzelaktionen wurden so Chargen von 15.000 bis 150.000 Litern Desinfektionsmittel, beziehungsweise Chemikalien zur Herstellung von Desinfektionsmitteln, zusätzlich an Kliniken, Ärzte und Pflegeheime geliefert.

     

    Ausstattung und Schutz

    Aber auch Rohstoffe zur Herstellung von Medizingeräten, Schutzbrillen oder Krankenhausmatratzen wurden gespendet. Hinzu kamen Laborausrüstung, Geräte und Forschungsausrüstung zur Unterstützung von öffentlichen Testungen sowie (von einem Unternehmen) inzwischen über 800.000 Einheiten persönlicher Schutzkleidung für Mitarbeiter im Gesundheitswesen in 34 Ländern. Generell gehört Schutzausrüstung, besonders Atemschutzmasken, zu den Schlüsselprodukten nicht nur in der Frühphase der Pandemie. Weil ihr Bedarf über Nacht nach oben schnellte, war und ist jede Spende willkommen, ihr Umfang reichte von einigen Tausend bis zu 100 Millionen Masken.

  • Wissen teilen

    Ein Zusammenschluss von Pharma- und Life-Science-Unternehmen beteiligt sich an der Initiative der Bill & Melinda Gates Foundation. Ihr Ziel: Die Entwicklung, Herstellung und Bereitstellung von Impfstoffen, Diagnostika und Behandlungsoptionen gegen Covid-19 voranzutreiben. Dazu stellten mehrere Unternehmen einen Teil ihrer Substanzbibliothek zu Forschungszwecken zur Verfügung, beispielsweise auch unter Einsatz eines Supercomputers. Diese Unternehmen sowie die Bill & Melinda Gates Foundation haben sich verpflichtet, den Zugang zu Impfstoffen, Arzneimitteln und Diagnostika für jedermann auf der ganzen Welt – unabhängig vom Einkommen – zu verbessern.

     

    Medikamentenspenden

    Aber auch Medikamente für klinische Studien werden gespendet. So lieferte ein deutsches Unternehmen 3.000 Einheiten eines Präparats, das ursprünglich gegen Multiple Sklerose entwickelt wurde, aber auch gegen Covid-19 eingesetzt wird, an die US-amerikanischen nationalen Gesundheitsinstitute (National Institutes of Health) sowie an das französische Gesundheitsinstitut.

  • Der Blick über den Tellerrand

    Unternehmen der Branche haben Finanzhilfen für Menschen, die durch die Pandemie in Not geraten sind, auf den Weg gebracht. So entstand neben vielen Einzelmaßnahmen auch ein Solidaritätsfonds eines großen Unternehmens in Höhe von über 900.000 Euro, der gemeinnützige Organisationen und staatliche Einrichtungen in Deutschland unterstützt. Ein anderes Beispiel: Ein Konzern hat seine finanziellen Hilfen ausgeweitet, um durch das Coronavirus in Not geratenen Menschen zu helfen.

    Sinnvolle Sachspenden müssen keineswegs immer medizinischer Natur sein. Im Rahmen seines globalen Solidaritätsprogramms hat ein Unternehmen mehr als fünf Millionen Körper- und Haushaltshygiene-Produkte gespendet. Auch im Ausland haben sich deutsche Unternehmen engagiert. So spendete ein Konzern verschiedenen Initiativen in Frankreich und in Brasilien je eine Million Euro zur lokalen Bekämpfung der Pandemie.

  • Digitaler Unterricht und einfache Experimente

    Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI), das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie, unterstützt Lehrer und Schüler in der Pandemiezeit. Unter anderem hat er eine Reihe von Sondermaßnahmen aufgelegt. Diese Angebote unterstützen Lehrkräfte bei der Koordination und kreativen Umsetzung von digitalem Unterricht, können aber auch eigenständig von den Schülern und Schülerinnen zu Hause eingesetzt werden. 

    So hat der Fonds eine Link-Sammlung digitaler Angebote zusammengestellt und unterstützt mit einer Sonderförderung Schulen finanziell bei der Beschaffung von Materialien zur Durchführung von Experimenten zu Hause. Mit einem Bericht zum Einsatz von Apps im Chemieunterricht gibt er einen Einblick in drei Anwendungsbereiche: das Erstellen von chemischen Formeln, von Versuchsaufbauten und von chemischen Animationen.

    Die Sondermaßnahmen des FCI, die den digitalen Chemieunterricht und das Experimentieren stärken, halten wir auf einer eigenen Website vor. 

    Das Gesamtprogramm der „Schulpartnerschaft Chemie“ finden Sie hier.

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