Urlaub
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Die Chemie wünscht Ihnen einen schönen Urlaub!

Mit der Chemie werden Ihre schönsten Tage im Jahr noch angenehmer. Zum Beispiel durch Material-Innovationen für leichtere Koffer, atmungsaktive Outdoor-Bekleidung, selbsttönende Sonnenbrillen und wirksamen Mückenschutz. Gute Reise!

Sonnenbrille auf TischSonnenbrille auf TischSonnenbrille auf Tisch

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Variable Verschattung

Wie praktisch! Selbsttönende Sonnenbrillen schützen ...automatisch vor Sonnenlicht – mit Gläsern aus fototropem („lichtwendigem“) Mineralglas. Bei deren Fertigung werden lichtempfindliche Silberhalogenide in das Glas eingeschmolzen. Eine weitere Temperbehandlung „aktiviert“ bei bis zu 600° C deren fototropen Eigenschaften. Trifft nun die UV-Strahlung des Sonnenlichts auf die Brillengläser, geben die farblosen Silbersalze feinste Silberpartikel frei, die die Durchsicht verdunkeln. Die Brille tönt sich innerhalb von zwei Minuten und bietet den gewünschten Blend- und UV-Schutz. Verdunklungen von bis zu 85 Prozent sind so möglich. Im Schatten oder Innenräumen läuft die Wandlung retour: Die Silberpartikel werden wieder zu transparenten Silberhalogeniden. Und Sie haben wieder den klaren Durchblick.

Wanderer - Chemiefaser in OutdoorbekleidungWanderer - Chemiefaser in OutdoorbekleidungWanderer - Chemiefaser in Outdoorbekleidung

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Luftig-leichter Wetterschutz

Chemiefasern trocknen schnell, sind leicht und knitterarm. ...Und sie haben einen weiteren Vorteil: Während Baumwolle Feuchtigkeit aufsaugt, sind hochfeine Mikrofasern, die meistens aus Polyamid oder Polyester bestehen, wasserabweisend. Eine einzelne Faser ist dabei so dünn, dass sie bei 10 km Länge weniger als 1 Gramm wiegt! Zu einem engmaschigen Gewebe verwoben, weisen sie Wassertropfen oder Schnee ab, lassen jedoch kleinere Wasserdampfmoleküle hindurch – Körperfeuchtigkeit kann nach außen entweichen. Das Gewebe ist atmungsaktiv und somit bestens für schweißtreibenden Sport oder den rauen Outdoor-Einsatz geeignet.

Moskito im AnflugMoskito im AnflugMoskito im Anflug

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Unsichtbare Schranke

Ob beim Picknick, Sport oder im Urlaub: Ein Aufenthalt ...in der Natur tut Seele und Körper gut. Zumindest, solange Letzterer von lästigen Insektenstichen und –bissen verschont bleibt. Schutz bietet seit 1998 der auch für Schwangere und Kleinkinder verträgliche Wirkstoff Icaridin. Er steckt in so genannten Repellents, also in Mitteln, die Insekten vertreiben und vom menschlichen Körper fernhalten. Normalerweise lockt ein „Ausdünstungscocktail“ aus abgegebenem Kohlendioxid, Schweiß und auf der Haut lebenden Bakterien die Plagegeister an. Icaridin legt sich als dünner Film wie eine Geruchsschranke auf die Haut und blockiert deren Duftmuster. Das Ergebnis: Mücken und Zecken riechen ihren Wirt für die nächsten acht bis 14 Stunden nicht mehr – und verschonen ihn.

Koffer aus dem Kunststoff PolycarbonatKoffer aus dem Kunststoff PolycarbonatKoffer aus dem Kunststoff Polycarbonat

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Leicht zu tragen, hart im Nehmen

Die schönste Zeit des Jahres ist für ihn die härteste. ...Ihr Koffer erlebt während Ihres Urlaubs enge Schränke, kalte Frachträume sowie Stürze, Rempler und kilometerlange Förderbänder. Als treuer Begleiter trotzt er diesen Strapazen mit harter Schale. Und das Reisen macht er Ihnen auch noch so leicht wie möglich. Das funktioniert dank des 1953 in Deutschland entwickelten Kunststoffs Polycarbonat (PC): Dieser ist äußerst stabil, stoßfest und extrem hitze- und kältebeständig – also das ideale Material für Gepäck, das überall auf der Welt zu Hause sein soll. Im Vergleich zu anderen Kunststoffen und zu Aluminium ist er ein echtes Leichtgewicht – und kann so manchen Euro für Übergepäck sparen.

Frau mit VR-Brille auf SofaFrau mit VR-Brille auf SofaFrau mit VR-Brille auf Sofa

Urlaub

Das Traumziel vor Augen

Urlaub ist das Sehnsuchtsthema schlechthin. Ob Fernweh, ...Reiseplanung oder Erinnerung an die schönen Tage: Mit realitätsnaher VR-Technologie lassen sich Urlaubsgefühle mittlerweile auf dem heimischen Sofa empfinden. Mit ihren hochauflösenden OLED-Displays wecken leistungsstarke VR-Brillen die Lust auf die Ferne: Scharf, farbstark, kontrastreich und reaktionsschnell fördern OLEDs die verblüffend echte Illusion, an einem anderen Ort zu sein. Sie eignen sich perfekt für diesen Einsatz in kleinen Displays, da sie wenig Platz und Strom benötigen und kaum Wärme abgeben. Folglich hat der papierne Reisekatalog begeisternde Konkurrenz bekommen. Statt zu blättern taucht man nun in virtuelle Welten ein: Hotelanlagen lassen sich vorab inspizieren, faszinierende Naturräume machen Appetit auf das echte Erlebnis. Nur reisen muss man selbst. Noch.

Kunststoff SonnenbrilleKunststoff SonnenbrilleKunststoff Sonnenbrille

Freizeit & Sport

Scharfe Sicht bei Sonnenlicht

Die Sonne macht gute Laune. Trifft ihr Licht jedoch ...auf Wasser- oder Schneeflächen, blendet es und die Augen ermüden schneller. Denn während Sonnenlicht diffus in alle Richtungen strahlt, dringen die von hellen Flächen zurückgeworfenen Lichtstrahlen von unten, also in senkrechter Richtung, ins Auge. Sonnenbrillen mit Polarisationsfilter eliminieren diese vertikalen, blendenden Lichtanteile. Eine Spezialfolie auf den Gläsern filtert mit engmaschigen Kristallketten störende Lichtanteile heraus.

Ball spielen am Strand - Chemiefasern in BadekleidBall spielen am Strand - Chemiefasern in BadekleidBall spielen am Strand - Chemiefasern in Badekleid

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Badespaß dank Chemiefaser

Badebekleidung bestand früher aus Baumwolle, die nach ...dem Schwimmen wie ein nasser Sack am Körper hing. 1935 veränderte die Chemiefaser Polyamid die Modewelt. Polyamid (auch: Nylon oder Perlon) ist eine sehr haltbare und zugleich leichte Faser. Sie nimmt kaum Wasser auf, sitzt perfekt, trocknet schnell, ist zudem reißfest und läuft nicht ein. So auch Elastan: Es ähnelt Gummi, ist aber deutlich reißfester. Die hochelastische Chemiefaser auf Polyurethan-Basis ist um ihr Siebenfaches dehnbar und kehrt immer wieder in ihre Ausgangform zurück. Dazu ist sie unempfindlich gegen Sonne, Salzwasser und Schweiß. Polyester ist die weltweit am weitesten verbreitete Chemiefaser. Sie ist licht- und wetterbeständig, wenig knitternd und für Oberbekleidung gut mit Naturfasern wie Baum- und Schurwolle mischbar.

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Gebräunt als ob nackt

Ein Problem, das FKK-Anhängerinnen unbekannt ist: ...Beim Sonnenbaden hinterlassen Bademoden ihre hellen Spuren auf der gebräunten Haut. Wer sich mit nahtloser Bräune zieren möchte, muss aber nicht gleich nackt baden. Möglich wird das durch Bademode mit spezieller Netzstruktur aus einem Polyamid/Elastan-Mischgewebe, das 1992 auf den Markt kam. Durch seine Poren lässt es zwei Drittel des Sonnenlichts auf die Haut durchscheinen. Badebekleidung, die so gewebt wurde, ist zudem atmungsaktiv und entspricht mit ihrer leichten Filterwirkung einem Lichtschutzfaktor von 4 bis 8. Neugierigen Blicken verwehrt das Material den Weg mit einer optischen Täuschung. Durch die Farbe, die auf die Badetextilien aufgedruckt wird, bleibt das menschliche Auge auf dem Stoff „hängen“ und kann nicht bis zu den nackten Tatsachen durchdringen.

Volleyball spielen ChemiefaserVolleyball spielen ChemiefaserVolleyball spielen Chemiefaser

Freizeit & Sport

Geballter Strandspaß

Zur allgemeinen Belustigung wird er bei Gluthitze geschlagen ...und in den Sand geschleudert. Und wahrt trotz dieser Handgreiflichkeiten die Form. Das Geheimnis des Beachvolleyballs ist sein cleverer Materialmix. Eine Blase aus synthetischem Kautschuk sorgt dafür, dass er die Luft nicht verliert. Stabil macht ihn eine Karkasse aus geflochtenem Nylongewebe, während die nachfolgenden Schichten aus Gummi und ultradünnem Mikrofaser-Vlies bestehen. Die Oberfläche aus Synthetikleder verbessert das Spielgefühl und das Flugverhalten des Balls.

Windsurfer - Chemiefaser in Surfbrett & SegelWindsurfer - Chemiefaser in Surfbrett & SegelWindsurfer - Chemiefaser in Surfbrett & Segel

Sport

„Mast-haves“ für Windsurfer

Während der Wellenreiter das nackte Brett bevorzugt, ...kommt der Windsurfer ohne seine Aufbauten nicht aus. Segel samt Befestigung sind für ihn echte „Mast-haves“. In der Regel bestehen die durch Latten versteiften Segel aus zwei reißfesten und elastischen Polyester-Folien, zwischen denen eine Schicht aus Aramidfasern eingelagert ist. Diese drei Lagen werden unter Hitze und Druck zu einem hochstrapazierfähigem Segel verbacken, das auch im rauen Strandalltag seine Form dauerhaft hält. Die Masten bestehen oft aus mit Carbonfasern verstärkten Kunststoffen (CFK), wobei die Art der Carbonfasern die Qualität und damit die Preisklasse bestimmen. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Bei gleicher Steifigkeit sind die CFK-Masten bis zu fünfmal leichter als ihre Pendants aus Metall.

Sport

Harte Schale, leichter Kern

Theoretisch könnte man ein Haus mit Surfbrettern wärmedämmen. ...Denn ihr Kern besteht aus den Hartschaumstoffen Styropor (EPS) oder Polyurethan (PUR), die auch zur Fassadendämmung verwendet werden. Diese leichten Materialien werden abwechselnd von Schichten aus PVC-Hartschaum und faserverstärkten Kunststoffen ummantelt. Meist verbindet Epoxidharz die Carbon-, Aramid-, Glas- oder Polyethylenfasern zu einem hochbelastbaren und leichten Verbundwerkstoff. Epoxidharze sind besonders wasserbeständig und sorgen auch in den Rotorblättern von Windkraftanlagen für hohe Festigkeit. Nach dem finalen Schliff wird das Brett mit Acryl-Lacken oder einer witterungsbeständigen Folie aus robustem ASA (Acrylester-Styrol-Acrylnitril) überzogen. Das Ergebnis: größtmögliche Beständigkeit gegen Schlag- und Schleifspuren, Salzwasser, UV-Strahlung und Ausbleichung.

Urlaub

Optimal vernetzt

Gegen Krankheiten, die durch Insektenstiche oder -bisse ...übertragen werden, kann man sich chemisch (Anti-Mücken-Spray, Insektizide) oder mechanisch (Moskitonetz) schützen. Seit Kurzem kombinieren neuartige Moskitonetze beide Ansätze: Direkt in die reißfesten Polypropylenfasern der Netze ist ein Wirkstoff eingearbeitet, der z. B. auch in Hundehalsbändern zur Insektenabwehr genutzt wird. Dieser ist auch nach 30 Wäschen noch wirksam. Damit übertreffen die Netze die Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Malariaprävention. Mehrere Millionen Netze werden in Kürze in Afrika einen wertvollen Beitrag zum Kampf gegen Malaria leisten, die immer noch zu den tödlichsten Krankheiten weltweit zählt.

Airbus - leichter dank KunststoffAirbus - leichter dank KunststoffAirbus - leichter dank Kunststoff

Mobilität

Mobilität leicht gemacht

Mehr Kunststoff = weniger Kraftstoff. Eine stark vereinfachte ...Gleichung, aber mit wahrem Kern. Denn Kunststoffe sorgen durch ihr geringes Gewicht für die neue Leichtigkeit des Unterwegsseins. Bis zu 85 Prozent leichter als Metall, Glas oder Keramik sind moderne Kunststoffe, die Flugzeuge, Autos und Schiffe sparsamer machen. Die Chemie ermöglicht mit Hightech-Materialien mehr umweltfreundliche Mobilität. Davon profitieren wir alle.

Airbus von der SeiteAirbus von der SeiteAirbus von der Seite

Mobilität

Der Lack auf Zack

Flugzeuglacke müssen extremen Anforderungen standhalten: ...Temperaturschwankungen von minus 55 bis plus 100 Grad in wenigen Minuten, Druckunterschiede, Regen, Eis und Hydrauliköle sowie immense Belastungen durch UV-Strahlen. Moderne Lacksysteme sind jedoch nicht nur extrem robust, sondern helfen auch, die Umweltbelastung im Flugverkehr zu senken. Denn Lacke, die schneller trocknen und weniger Schichten brauchen, sparen Rohstoffe und Energie. Das BaseCoat/ClearCoat System, das unter anderem beim A350 Verwendung findet, spart so beispielsweise bis zu 100 kg Gewicht – das entspricht einem Passagier. Ein weiterer Vorteil: Dank der neuen Lacksysteme müssen Flugzeuge nur noch halb so oft und mit weniger aggressiven Reinigungsmitteln gesäubert werden. Und das alles bei einer verlängerten Lebensdauer von bis zu acht Jahren.

Haiflosse - Flugzeugbeschichtungen wie HaihautHaiflosse - Flugzeugbeschichtungen wie HaihautHaiflosse - Flugzeugbeschichtungen wie Haihaut

Mobilität

Fliegende Fische

Von der Natur lernen: Einige Hai-Arten erzeugen durch ...den speziellen Aufbau ihrer Haut weniger Reibung im Wasser und sparen somit Energie. Denn in ihren Schuppen verstecken sich mikroskopisch kleine Längsrillen, sogenannte Riblets, die den Strömungswiderstand verringern. Dieses Prinzip lässt sich auch auf Flugzeugbeschichtungen übertragen – der „Riblet-Effekt“ könnte in der Luftfahrt bis zu ein Prozent Treibstoff einsparen. Erste Flugzeuge mit Testflächen sind bereits im Einsatz.

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