Einfach mehr drauf haben

Sie sind die Schatzkästchen unseres digitalen Zeitalters: Flashspeicher verwahren unsere Bilder, Songs und Daten in Kameras, USB-Sticks, Handys und Computern und geben sie auf Knopfdruck wieder. Weil Flashspeicher im Gegensatz zu Festplatten ohne bewegliche Teile auskommen, arbeiten sie geräuschlos und besonders energiesparend. Auf dem Speicher selbst herrscht Gedränge: Auf seiner Oberfläche sitzen Milliarden von Speicherzellen. Jede davon kann über 100.000-mal beschrieben und beinahe unendlich oft ausgelesen werden. Die permanente Miniaturisierung der Geräte verschärft dieses Platzproblem. Soll die Kapazität des Speichers bei gleichbleibender Baugröße wachsen, müssen mehr Speicherzellen auf seine Oberfläche. Hier kann die Chemie der Chipindustrie zu einem Technologiesprung verhelfen. Hochreines Hexachlordisilan, ein Rohstoff auf Siliziumbasis, ermöglicht sehr feine Strukturbreiten der Zellen noch unter den heute schon üblichen 25 Nanometern (ungefähr 1/3000 eines menschlichen Haares). Das heißt: Flashspeicher können noch weitaus mehr Daten fassen. Und unsere Geräte haben einfach mehr drauf.