Freizeit & Sport

Spitzenleistung!

Höher, schneller, weiter – nicht nur Top-Athleten, auch Freizeitsportler profitieren von Innovationen aus der Chemie: Atmungsaktive Funktionstextilien, dämpfende Laufschuhsohlen und Sportgeräte, die so einiges wegstecken, sorgen für schonenderes Training und noch mehr Spaß an der Bewegung.

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Weltklasse zu Wasser

Spätestens seit der deutsche Vierer 1972 mit einem Kunststoffboot Gold holte, spielen Kunststoffe ihre Stärken auch im Wassersport aus. Ruder- und Segelboote samt Takelage sowie Kanus und Kajaks profitieren von modernen Materialien wie Polyester, Polyamid oder Aramid. Kunststoffe erlauben einen Leichtbau bei maximaler Stabilität und machen die Boote strapazierfähig, steif, wendig und schnell. Diese ...Eigenschaften kommen Top-Athleten wie Freizeitsportlern gleichermaßen zugute. Kajaks können mittlerweile sogar aus einem Guss produziert werden. Die deutsche Kunststoff-Industrie unterstützt seit Langem den deutschen Wassersport. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London holte „Team Kunststoff“ drei Gold-, zwei Silber- und drei Bronze-Medaillen – und stellte damit erneut das erfolgreichste Team innerhalb der deutschen Olympiamannschaft.

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Ganz großer Sport!

Keine Rekordjagd ohne Kunststoffe! Boote, Sportausrüstung, ...Schutzkleidung oder der Bau ganzer Arenen sind ohne ihren Einsatz nicht denkbar. Natürlich profitieren auch Freizeitsportler von neuen Materialien in Sportschuhen, Skiern, Surfbrettern und Snowboards, die mehr Spaß und Spitzenleistungen möglich machen. Also: auf die Plätze, fertig, los!

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Happy Landing

Kaum ein Sport vereint Ästhetik und Athletik so konsequent ...wie das Turmspringen. Was der Zuschauer nicht weiß: Im Training werden die Sportler nicht einmal nass. Gesprungen wird dann zwar auch in ein Becken – das allerdings mit weichen Schaumstoffwürfeln gefüllt ist. Dieser ungewöhnliche Wasserersatz besteht aus Polyurethan und sorgt für eine extraweiche Landung. Wasser wäre bei 2.000 Trainingssprüngen im Monat deutlich zu hart für die Haut. Paradox: Wassersport wird so zur trockenen Angelegenheit. Das steigert das Wohlbefinden und senkt die Erkältungsgefahr der Sportler. Auch der Unterboden und das Becken selbst bestehen – bis auf die tragende Holzkonstruktion – weitgehend aus Schaumstoff. Und im Wettkampfmodus macht es dann wieder „platsch!“.

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PURer Poolspaß

Wer bei einer „Schnitzelgrube“ ein Fleisch-Eldorado ...erwartet, liegt falsch, obwohl es durchaus ums Liegen geht. In einer solchen Trockensprunganlage, so die offizielle Bezeichnung, trainierten DDR-Athleten beim Turmspringen seit 1967. Seitdem hat die Idee weite Verbreitung gefunden, die Sportler im Training nicht im bzw. auf Wasser landen zu lassen. Stattdessen fangen beschichtete Schaumstoffwürfel aus Polyurethan (PUR) die Sportler auf. Die trockenen Fakten: weniger harte Aufschläge, reduzierte Verletzungsgefahr, wegen des reduzierten Wasserkontakts geringeres Erkältungsrisiko und kürzere Unterbrechungen zwischen den Sprüngen. Und weil die Polsterung immer besser wurde, wurden die Gruben immer weniger tief: Statt anfangs vier Metern reichen heute zwei Meter für eine sichere und schmerzfreie Landung im Schaumstoffmeer.

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Auf Biegen ohne Brechen

Der Stabhochsprung zählt zu den faszinierendsten Leichtathletikdisziplinen: ...Es geht hoch hinaus, und die Gesetze der Schwerkraft werden auf akrobatische Weise „ausgehebelt“. In der Frühphase der seit 1896 olympischen Disziplin bestanden die Stäbe aus Holz, Bambus oder Aluminium. Richtige Höhenflüge, also Sprünge über sechs Meter, wurden erst durch Innovationen der Chemie möglich. Seit den 1960er-Jahren bestanden die Stäbe nur aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), ab 1987 zunehmend aus mit Kohlenstofffasern verstärktem Kunststoff (Carbon, CFK). Doch Carbon allein erwies sich als zu brüchig. Erst die Kombination aus verschiedenen Fasern und Kunstharzen machte die Stäbe deutlich biegsamer. Heute hat sich ein Materialmix aus Carbonfasern (steif), Aramidfasern (stoßfest), Glasfasern und Polyethylenfasern (schlagfest) durchgesetzt.

Surfer - Wassersport dank KunststoffSurfer - Wassersport dank KunststoffSurfer - Wassersport dank Kunststoff

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Wassersport dank Kunststoff

Surfen und Segeln sind Ausdruck eines Lebensgefühls. ...Chemie macht dieses Lebensgefühl überhaupt erst möglich. Selten haben von ihr entwickelte Kunststoffe so viel Spaß gemacht wie in Form von Surfbrett, Mast und Segel. Robuste Seile aus Chemiefasern machen den Segeltörn perfekt. Denn sie sind reißfest sowie resistent gegen UV-Strahlung und Salzwasser. Neopren sorgt dafür, dass Surfer nicht unterkühlen. Im 0,5 bis 8 mm starken Neopren sind winzige Luftbläschen eingeschlossen, die wärmeisolierend wirken. Der Synthesekautschuk bietet außerdem eine hohe Elastizität. Diese trägt dazu bei, dass der Sportler sich optimal bewegen kann und einen angenehmen Tragekomfort hat. Dank Chemiefasern und Kunststoffen können Sportler Spitzenleistungen erzielen.

Windsurfer - Chemiefaser in Surfbrett & SegelWindsurfer - Chemiefaser in Surfbrett & SegelWindsurfer - Chemiefaser in Surfbrett & Segel

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„Mast-haves“ für Windsurfer

Während der Wellenreiter das nackte Brett bevorzugt, ...kommt der Windsurfer ohne seine Aufbauten nicht aus. Segel samt Befestigung sind für ihn echte „Mast-haves“. In der Regel bestehen die durch Latten versteiften Segel aus zwei reißfesten und elastischen Polyester-Folien, zwischen denen eine Schicht aus Aramidfasern eingelagert ist. Diese drei Lagen werden unter Hitze und Druck zu einem hochstrapazierfähigem Segel verbacken, das auch im rauen Strandalltag seine Form dauerhaft hält. Die Masten bestehen oft aus mit Carbonfasern verstärkten Kunststoffen (CFK), wobei die Art der Carbonfasern die Qualität und damit die Preisklasse bestimmen. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Bei gleicher Steifigkeit sind die CFK-Masten bis zu fünfmal leichter als ihre Pendants aus Metall.

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Harte Schale, leichter Kern

Theoretisch könnte man ein Haus mit Surfbrettern wärmedämmen. ...Denn ihr Kern besteht aus den Hartschaumstoffen Styropor (EPS) oder Polyurethan (PUR), die auch zur Fassadendämmung verwendet werden. Diese leichten Materialien werden abwechselnd von Schichten aus PVC-Hartschaum und faserverstärkten Kunststoffen ummantelt. Meist verbindet Epoxidharz die Carbon-, Aramid-, Glas- oder Polyethylenfasern zu einem hochbelastbaren und leichten Verbundwerkstoff. Epoxidharze sind besonders wasserbeständig und sorgen auch in den Rotorblättern von Windkraftanlagen für hohe Festigkeit. Nach dem finalen Schliff wird das Brett mit Acryl-Lacken oder einer witterungsbeständigen Folie aus robustem ASA (Acrylester-Styrol-Acrylnitril) überzogen. Das Ergebnis: größtmögliche Beständigkeit gegen Schlag- und Schleifspuren, Salzwasser, UV-Strahlung und Ausbleichung.

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Stadionbahnen – zum Wohle der Athleten

Spitzensportler drehen vor einem Millionenpublikum ...ihre Runden – auf Kunstbahnen in den Arenen der Welt. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko City feierte nicht nur der Fosbury-Flop Premiere, sondern auch das strapazierfähige Oval aus Polyurethan. Seitdem müssen die rutschfesten, elastischen Tartanbahnen der Witterung, unzähligen Tritten und der „Akupunktur“ durch die Spikes widerstehen. Die 12 bis 14 Millimeter starken Laufbahnen werden ganz oder teilweise vor Ort hergestellt.

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So läuft der Laufbahn-Bau

Auf ebenem Asphalt wird eine erste Schicht flüssiges ...Polyurethan (PUR) aufgegossen. Darauf wird eine Lage EPDM-Granulat (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) aufgestreut. Das PUR härtet aus und bindet dabei die aufgestreuten Kautschuk-Körner. Es folgt eine zweite Schicht im gleichen Verfahren. Beide Schichten enthalten kleine Lufteinschlüsse, die Stöße dämpfen und so das Verletzungsrisiko minimieren. Die dritte, obere Schicht muss härter sein, um möglichst viel Energie an die Sportler zurückzugeben. Dazu wird eine härtere Granulatmischung auf das flüssige PUR gestreut, die zudem weniger Lufteinschlüsse enthält. Abschließend folgt eine Versiegelung, die für eine Haltbarkeit von 15 bis 20 Jahren sorgt.

Läuferin - Funktionskleidung aus ChemiefaserLäuferin - Funktionskleidung aus ChemiefaserLäuferin - Funktionskleidung aus Chemiefaser

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Sport bei jedem Wetter

Je nach Jahreszeit muss unsere Sportkleidung unterschiedliche ...Ansprüche erfüllen. Der Sportler soll gegen Wind und Wetter geschützt sein, ohne in seinen Bewegungen eingeschränkt zu werden. Elastan, eine Chemiefaser aus Polyurethan oder Polyethylenglykol, macht dies möglich. Sie ist bis zu ihrem 7-Fachen dehnbar. Elastan ist aus steifen und elastischen Abschnitten aufgebaut, so dass die Textilien anschließend wieder in ihre Ursprungsform zurückspringen. Zudem nimmt es nur geringe Mengen an Feuchtigkeit (also Schweiß) auf. Chemiefasern in der Kleidung schützen erhitzte Sportlern somit gegen jegliche Witterung und vor Unterkühlung.

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Mein Leiberl sportelt mit!

Ursprünglich bot Funktionskleidung als atmungsaktiver ...Wetterschutz nur optimierte Rahmenbedingungen für den Sport. Heute unterstützt sie den Sportler sogar ganz gezielt in seinen Bewegungen: Sogenannte Kompressionstextilien stützen und führen einzelne Muskelpartien. Dazu werden an bestimmten Stellen (z. B. Knie, Taille) Bänder aus elastischem TPU (Thermoplastischem Polyurethan) in die hautenge Kleidung eingearbeitet. Diese Bänder dehnen sich und ziehen sich im Einklang mit den Muskeln wieder zusammen. So unterstützen sie die Muskulatur. Die Vorteile: Es bleibt mehr Kraft für die Hauptbewegung des Muskels, der weniger Energie verbraucht. Der Muskel erholt sich schneller, und die Körperwahrnehmung des Sportlers verbessert sich.

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Klimaanlage am Körper

Wie funktioniert es eigentlich, dass ein Stoff regendicht, ...aber zugleich atmungsaktiv ist? Zwei Verfahren bietet die Chemie hierzu: PTFE (Polytetrafluorethylen) ist ein luftiges, mikroporöses Material mit etwa 1,4 Mrd. Öffnungen pro Quadratzentimeter. Von außen kommende Wassertropfen sind 20.000-mal zu groß, um diese Schicht zu passieren. Hingegen können Wasserdampfmoleküle (also Schweiß) den Stoff nach außen verlassen. Alternativ kommen Stoffe zum Einsatz, die wasserabweisendes Polyester und Polyether, der Feuchtigkeit transportiert, kombinieren. Bei dieser Technik werden Wasserdampfmoleküle aus dem Schweiß wie über einen Docht von innen nach außen geleitet. Beide Materialien sind sehr leicht, hauchdünn (0,01 bis 0,02 mm) und werden auf das Trägermaterial – meist Gewebe, Maschenware oder Fleece – laminiert.

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Pfüati Holzklasse!

Frust in der Alpenrepublik: Die amerikanische und französische ...Konkurrenz hatte das Holz im Skisport hinter sich gelassen und fuhr die Titel reihenweise auf Metallskiern ein. Bis zum Tag, als der österreichische White Star, der weltweit erste Kunststoffski, am Firmament des Skisports zu strahlen begann. Die modernen Bretter verhalfen Karl Schranz 1962 gleich zu zwei Weltmeistertiteln. Schnell setzte sich Kunststoff als der ideale Wintersport-Werkstoff durch. Heute bieten unterschiedlich gefertigte Kunststoffskier stets die perfekten Charakteristika für jeden Einsatzzweck und Untergrund. Skier sind heute hochflexibel, äußerst stabil und bieten hervorragende Gleiteigenschaften. Auch Snowboards, Langlaufskier, Rodel, Schlitten oder Bobs werden heute aus Kunststoffen gefertigt. Dank ihnen heißt es auf Hängen und Pisten: Ski und Rodel gut!

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Das Brett, das die Welt bedeutet

Das, was sich an den Stränden Hawaiis entwickelt hat und über die USA 1972 nach Deutschland schwappte, ist für zahlreiche Beach Boys und Girls mehr als nur eine Sportart. Surfen gilt als Ausdruck eines Lebensgefühls, das durch seine Kultur und Mode zum Sinnbild für sorgenfreies, sonniges Strandleben avancierte. Ohne die Chemie wäre diese Karriere des Sportgeräts nicht möglich gewesen. Selten ...haben von ihr entwickelte Kunststoffe so viel Spaß gemacht wie in Form von Surfbrett, Mast und Segel. Und dank Neopren gibt’s auch keine Erkältung, falls Hawaii nicht direkt vor der Haustür liegt.

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