Energiesparen im Alltag

Mit allen Wassern gewaschen

Wäschewaschen ist gar nicht so einfach. Zumindest aus Sicht des Waschmittels, das gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Verschmutzungen antreten muss. Dank der Chemie sind Waschmittel heute hochspezialisierte Fleckenlöser und noch viel mehr: Sie frischen Farben auf und sind bereits bei sehr niedrigen Waschtemperaturen aktiv. Das spart Energie und macht das Waschen günstiger.

Das könnte Sie auch interessieren

Saubere Wäsche

Saubere Sache!

Vom Feind zum Freund der Hausfrau: Ausgerechnet Bakterien ...produzieren seit 1960 Enzyme, die Wäsche sauber machen. Sie spalten zuverlässig Eiweiße, Fette und Stärke – und entfernen so erfolgreich Flecken. Nur wenige Jahre nach ihrer Entwicklung wirkten sie bereits in 80 Prozent aller Waschmittel. Parallel sank die Waschtemperatur, bei der sie arbeiten, immer weiter. Das machte der bis dato verbreiteten Kochwäsche den Garaus. Heute spielen moderne Waschmittel ihr Können bereits bei Temperaturen ab 15° Celsius aus. Je niedriger die Waschtemperatur, desto mehr kann gespart werden – denn die meiste Energie beim Waschen wird für das Erhitzen des Wassers benötigt und nicht etwa für den Antrieb der Trommel. Niedrige Waschtemperaturen senken den Stromverbrauch, verringern den Kohlendioxidausstoß und helfen so beim Klimaschutz.

Saubere Wäsche

Cool bleiben!

Allein durch das Waschen bei jeweils niedrigerer Temperatur ...(zum Beispiel 40° statt 60° Celsius) können in Deutschland 1,3 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Dank spezieller Enzyme aus der Biochemie.

Saubere Wäsche

Tausendsassas in der Trommel

Die mitunter größten Haushaltshelfer sind unsichtbar: ...Enzyme. Die speziellen Eiweißkörper sorgen für weiße Wäsche und frische Farben. Enzyme zum Wäschewaschen wurden erstmals 1913 beschrieben und damals aus Bauchspeicheldrüsen von Schlachttieren gewonnen. Mittlerweile hat die chemische Industrie Enzyme auch dank Gentechnik zu hochspezialisierten Schmutzlösern weiterentwickelt, die es mit jeder Schmutzart aufnehmen: Bestimmte Enzyme spalten Eiweiße und wirken z. B. gegen Ei-, Blut- und Milchflecken. Andere zersetzen Stärke und lösen Verschmutzungen wie Kartoffelbrei oder Pudding. Auch Fetten und Ölen wie Salatöl, Bratenfett und fetthaltigen Kosmetika sagen spezialisierte Enzyme den Kampf an. Doch damit nicht genug: Enzyme frischen sogar Farben auf und entfernen Flusen von Textilien – und nach getaner Arbeit werden sie biologisch abgebaut.

Saubere Wäsche

Weg mit dem Fleck!

Sie sind wahre Fleckenwunder und arbeiten hocheffizient. ...Nur wenige Milligramm biotechnologisch produzierter Enzyme reichen in modernen Wasch- und Maschinengeschirrspülmitteln für strahlende Resultate aus. Während des Waschens oder Spülens dringen sie gezielt in Verschmutzungen ein und spalten diese auf. Dabei wirkt jeder Enzymtyp spezifisch gegenüber nur einer Stoffklasse: Bestimmte Enzyme spalten eiweißhaltigen Schmutz und wirken beispielsweise gegen Ei-, Blut- und Milchflecken. Andere zersetzen Stärke und lösen Verschmutzungen wie Kartoffelbrei, Schokolade oder Pudding. Auch Fetten und Ölen wie etwa Salatöl, Bratenfett, Kragenfett (Talg) und fetthaltigen Kosmetika sagen spezialisierte Enzyme den Kampf an. Aber auch das Entfernen von Baumwollfusseln oder das Konservieren der glatten Oberflächen und Farben von Textilien gehört zu ihren Aufgaben.

Saubere Wäsche

Waschen ohne Muskelkraft

Schluss mit den Schwielen und Schrammen! Bis ins frühe ...20. Jahrhundert war das Wäschewaschen mit dem Waschbrett eine äußerst kräftezehrende Angelegenheit. Bis Otto Röhm auf den Plan trat. Der Schwabe hatte als Erfinder eines Lederbeizmittels bereits Erfahrung mit tierischen Enzymen sammeln können, die er aus Bauchspeicheldrüsen von Schlachttieren, vor allem Schweinen gewann. Unterstützt durch seine Frau, entwickelte er den ersten Schmutzlöser auf Basis dieser speziellen Eiweißkörper. Nun reichte es aus, die Wäsche nach einem Bad in dem Schmutzlöser mit etwas Seife und leichtem Bürsten und Reiben zu reinigen. Der Schmutzlöser, der 1914 als Wegbereiter moderner, enzymhaltiger Waschmittel in Pulverform auf den Markt kam, trug den Namen der weißen Robe der nordafrikanischen Araber: Burnus.

Mode

Die Modewelt hängt am seidenen Faden

Das Jahr 1885 gilt als „das Geburtsjahr der Kunstseide“, ...denn damals gelang es Graf Hilaire de Chardonnet, die erste cellulosische Chemiefaser („Nitrokunstseide“) aus gelöster Dinitrocellulose herzustellen. Da diese Form der Viskose noch viel zu leicht brennbar war, wurde sie später von der Viskosefaser ersetzt, die bis heute auf Basis von Cellulosexanthogenat hergestellt wird. Im 20. Jahrhundert holten dann die rein synthetischen Fasern auf: Das im Jahr 1935 erfundene Polyamid, besser bekannt als Nylon oder Perlon, veränderte im Rahmen des „Nylon-Days“ am 16. Mai 1940 die Modewelt und führte zu langen Schlangen vor Strumpfwarenläden. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten sich Chemiefasern wie Polyester, Polyacrylnitril und Elastan weiter durch und gehören heute zu den Hauptrohstoffen der Modebranche.

Mode

Stoff für Historiker

Wer kleidete sich wann womit? Von den Fellen und der ...Schafwolle in der Steinzeit über das Flachs-Leinen der Sumerer (5000 v. Chr.), die Baumwolle (Peru, 2700 v. Chr.) und die Seide (China, 2600 v. Chr.) gelangte der Mensch in der Antike zum Hanf. Lange Zeit bestand Kleidung aus diesen Naturmaterialien. 1665 wurde in England erstmals die Idee geäußert, künstliche Fäden aus einer zähflüssigen Masse herzustellen. In den folgenden 200 Jahren haperte es aber noch mit der Umsetzung.

Mode

Nie mehr „beizender“ Gestank

Nicht ohne Grund wurden die Ledergerber im Mittelalter ...an den Rand der Städte gedrängt. Das offene Trocknen sowie das Beizen der Tierhäute mit Hundekot brachten selbst unempfindliche Nasen an ihre Grenzen.Schluss damit machte ab 1907 ein Mittel namens Oropon, das aus Enzymen der Bauchspeicheldrüse von Schlachttieren, vor allem von Schweinen, hergestellt wurde. Erstmals war es gelungen, Mikroorganismen in so großen Mengen herzustellen, dass sie im industriellen Maßstab produziert werden konnten. Diese Innovation gilt als die erste biotechnologische Anwendung in der gewerblichen Produktion. Sie revolutionierte die Lederherstellung, sorgte für hygienische Arbeitsbedingungen, geringeren Wasserverbrauch sowie bessere Lederqualitäten – und erlaubte ganzen Stadtvierteln das unbeschwerte Durchatmen.

Mode

Jeans-Trend: grün statt steinreich!

Unvorstellbar! Früher wurde der beliebte Beinkleid-Klassiker ...häufig gesteinigt. Bis auch Enzyme diesen martialischen Job übernahmen. Beim herkömmlichen Verfahren werden die Stonewashed-Jeans in großen Industriewaschmaschinen zusammen mit Bimssteinen gewaschen. Die rauen Vulkangesteine schmirgeln den blauen Denim-Stoff für die gewünschte Optik ab.Doch durch moderne biotechnologische Verfahren sind es seit Ende der Achtzigerjahre in vielen Fällen spezielle Enzyme, die den Stoff in Zusammenarbeit mit der Mechanik der Trommelwaschmaschine teilweise entfärben. Die Enzyme belasten das Abwasser weniger (bis dato 600 Gramm Steinabrieb pro Hose) und die Waschmaschinen halten länger.So wird die Blue Jeans grün: Die Enzyme sind biologisch vollständig abbaubar und sparen bis zu 70 Prozent an Wasser und Energie sowie 97 Prozent an Schadstoffen im Abwasser ein.

CocktailCocktailCocktail

Klimafreundlich wohnen

Ganz cool sparen

Lebensmittel müssen gekühlt werden, sonst verderben ...sie. Die Crux dabei: Als notwendige „Dauerläufer“ machen Kühl- und Gefriergeräte etwa 20 Prozent der Stromkosten eines Haushalts aus. Das Sparpotenzial ist also groß! Kühl- und Gefriergeräte werden deshalb mit Polyurethan (PUR) gedämmt. Durch den leichten und strapazierfähigen Hartschaumstoff werden die Geräte effizienter und sparsamer. So ist zwischen 2000 und 2011 der Stromverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten um über 70 Prozent gesunken – dank effizienter PUR-Dämmung und verbesserter Kompressoren.

Kühlschrank mit VakuumisolationspaneeleKühlschrank mit VakuumisolationspaneeleKühlschrank mit Vakuumisolationspaneele

Klimafreundlich wohnen

VIP im Kühlschrank

Zur Erzielung von besonders hohen Dämmwerten bei Kühl- ...und Gefriergeräten werden „VIPs“ eingesetzt. Gemeint sind damit allerdings „Vakuumisolationspaneele“. Brad Pitt & Co. müssen also weiterhin selbst für ihre Coolness sorgen. Ein VIP dämmt achtmal so gut wie Polyurethan (PUR) – und ist dabei dünner. Der Kern eines Paneels besteht aus einer chemisch synthetisierten Kieselsäure. Diese wird vakuumverpackt und in einer mehrlagigen, extrem luft- und feuchtigkeitsundurchlässigen Spezialfolie verschweißt. Ähnlich wie bei einer Thermoskanne erhöht das Vakuum die ohnehin gute Dämmleistung der Kieselsäure um das Fünffache. VIPs findet man überwiegend in Geräten der Energieklassen A++ und A+++.

Bauarbeiter bringt Dämmplatte anBauarbeiter bringt Dämmplatte anBauarbeiter bringt Dämmplatte an

Klimafreundlich wohnen

Kalter Kühlschrank, warme Wohnung

Mehr Polyurethan (PUR) bedeutet weniger Energieverbrauch ...und weniger CO2-Ausstoß – nicht nur in der Küche, sondern auch bei Hausbau und Sanierung. Denn PUR-Dämmteile halten nicht nur die Kühle im Kühlschrank, sondern auch die Wärme im Wohnraum. Für die Wohlfühltemperatur muss also weniger geheizt werden. Dabei dämmen zehn Zentimeter dicke PUR-Platten so gut wie 17 Zentimeter starke Mineralwolle. Ob als Sandwichelement im Verbund mit anderen Materialien oder als Dämmplatte, ob in Wänden, Dächern oder Fußböden: PUR-Hartschaum sorgt für niedrigere Heizkosten sowie weniger CO2-Emissionen und dient so dem Klimaschutz.

Hauswand SchichtenHauswand SchichtenHauswand Schichten

Klimafreundlich wohnen

Haftbar gemacht

Wer dämmt, verrichtet Schichtdienst: Schicht für ...Schicht formieren sich Mauerwerk, Baukleber, Styropordämmung, Mörtel-Lagen, Glasfasergewebe und Putz zu einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Diese klimaschützende „Sandwichkreation“ gelingt jedoch nur, wenn die dämmenden Styroporplatten eine dauerhafte Verbindung mit dem Mörtel eingehen können. Dazu wird dem Mörtel Dispersionspulver – ein Bindemittel aus kleinen Kunststoffteilchen – beigefügt: Drei bis vier Prozent Anteil am Mörtel genügen bereits, um langfristig zusammenzuhalten, was zusammengehört. Dank des Dispersionspulvers im Mörtel haftet das gesamte WDVS optimal. Außerdem wird es widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit sowie mechanische Einwirkungen auf das Mauerwerk und erhält so die gewünschte Langlebigkeit.

Katze am Fenster - Mehrscheiben-IsolierglasfensterKatze am Fenster - Mehrscheiben-IsolierglasfensterKatze am Fenster - Mehrscheiben-Isolierglasfenster

Klimafreundlich wohnen

Einfach? Ist zu wenig!

Manche Menschen heizen buchstäblich zum Fenster hinaus. ...Vor allem, wenn diese nur einfach verglast sind. Zu Sparwundern in punkto Energie werden Fenster, wenn sie mindestens zwei, besser drei Scheiben haben. Zusammengehalten werden die Scheiben durch den Randverbund. 1959 als System auf den Markt gekommen, sorgt er dafür, dass Mehrscheiben-Isolierglasfenster als System funktionieren: Dichtmassen und Klebstoffe fixieren die Scheiben im benötigten Abstand und dichten die Scheibenzwischenräume ab. Trockenmittel verhindern, dass die Scheiben in den Zwischenräumen beschlagen. Zudem ersetzen Kunststoffe zunehmend die Metallteile in den Fensterrahmen und minimieren somit auch an dieser Stelle die Wärmeverluste nach außen.

TEILEN
Facebook Google+ Pinterest Twitter

Diese Webseite verwendet Cookies. Cookies machen unser Angebot nutzerfreundlicher und effektiver. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. WEITERE INFORMATIONEN